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Porträt mit Blickkontakt – ja oder nein?

_MG_2649Immer wieder stoße ich bei der Portraitfotografie auf die Frage: „Blickkontakt ja oder nein?“ Diese Frage lässt sich für mich auch gar nicht pauschal beantworten. Dennoch werde ich versuchen in diesem Artikel Entscheidungshilfen zu geben.Rein fotografisch sind diese gegensätzlichen Standpunkte sekundär. Sie werden wohl eher mit der individuellen Arbeitsweise eines jeden Fotografen zusammenhängen. Jeder Mensch aber wird seine  Überzeugungen, die seiner Arbeitsweise, also seinem Wesen entsprechen, propagieren. Tun Sie selbst anderes?

Definition Portrait:

Ein Porträt (v. frz. portrait) ist ein Gemälde, eine Fotografie, eine Plastik oder eine andere künstlerische Darstellung einer oder mehrerer Personen. Die Absicht eines Porträts ist es, neben der Darstellung körperlicher Ähnlichkeit auch das Wesen, bzw. die Persönlichkeit der porträtierten Person zum Ausdruck zu bringen. Daher zeigt das Porträt wegen der Bedeutung der menschlichen Mimik in der Regel das Gesicht der Person, jedoch nicht typischerweise.
Quelle: Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Porträt

Rein gestalterisch hängen beide Formen – Blick in die Kamera oder nicht – wohl eher vom Verwendungszweck des Bildes ab. Ein Porträt ist ja kein Passbild. Nicht das reine Äußere, sondern die Persönlichkeit des zu Porträtierenden soll im Bild sichtbar werden.

Nehmen wir ein Beispiel: Menschen, die offen und stets zu Gespräch und Diskussion bereit sind, die auf ihr Gegenüber zugehen, suchen den Kontakt und schauen ihr Gegenüber an. Nehmen Sie aber einen eher introvertierten Menschen, dann ist dieser eher auf sich selbst bezogen,  so dass er seine Umwelt kaum wahrnimmt. Mit diese Beobachtung haben wir ein Schema für unser nächstes Portrait-Shooting:

  • Vorwärtsleute = Blick in die Kamera,
  • Grübler = Blick nach „innen“,
  • Schwärmer = Blick zum Himmel!

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Aber denkt bitte immer daran: Ausnahmen bestätigen die Regel!
Diese Auflistung soll nur zur Entscheidungshilfe dienen.

In der Werbefotograie z.B. zählt eine völlig andere Motivation:

Hier bestimmt nicht die Persönlichkeit des Models deren Wirkung, sondern nur der Absatzerfolg. Wer jemanden von der Qualität eines x beliebigen Produkts überzeugen will, der sollte keine Löcher in die Luft starren. Der Kunde glaubt Dir nur, wenn Du ihm die Dinge ins Gesicht sagst. Eine Bestätigung dafür findet Ihr in jeder guten Werbung. Also halte ich es für gar keine schlechte Idee, von den Profis der Werbung zu lernen.

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Es gibt also nicht immer nur den einen richtigen Weg – schon gar nicht bei Fotos. Von Situation zu Situation solltet Ihr euch fragen: „Welche Gestaltungsmittel setze ich ein, damit meine Botschaft beim Betrachter optimal ankommt?“

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